Speziationsanalytik Charakterisierung von Elementspezies

Die Speziationsanalytik von Elementen erlaubt eine detailiertere Bewertung von Nutzen und/oder Risiko von in einer Probe vorhandenen Elementen. Die Spezies oder chemische Form, auch der Oxidationszustand, von Elementen bestimmt deren Mobilit?t, Bioverfügbarkeit und Toxizit?t. Da diese Eigenschaften je nach der Spezies, in der ein Element vorliegt, stark variieren, ist eine pr?zise Bestimmung in Umwelt-, Lebensmittel- und landwirtschaftlichen Proben sowie in Konsumgütern oft unerl?sslich, um sie klassifizieren zu k?nnen.

Speziationsanalytik in der Produktsicherheitsüberwachung

Da ein Element allein auf Grund seines Oxidationszustandes essentiell oder giftig sein kann, ist die Bestimmung von Elementspezies im Rahmen der Produktsicherheitsüberwachung von entscheidender Bedeutung. Nahrungsmittel und Getr?nke k?nnen allein durch natürliche Quellen mit toxischen Elementen belastet sein, wie beispielsweise Reis aus Gebieten mit einer hohen natürlichen Konzentration von Arsen. Bei Konsumgütern, wie Textilien, Kunststoffe, Leder oder Spielzeug k?nnen komplexe Produktionsschritte oder die Behandlung mit Chemikalien eine Belastung mit giftigen Elementspezies verursachen. Kontakt mit der Haut oder eine orale Aufnahme k?nnten dann zu schweren Vergiftungen führen. In der Pharmaindustrie müssen einzelne Elemente per Speziationsanalyse charakterisiert werden, um die Unbedenklichkeit der pharmazeutischen Produkte sicherzustellen. 

Speziationsanalytik in der Umweltüberwachung

In der Umweltüberwachung werden verschiedene Probenmatrizes und Quellen auf Spezies von Arsen, Selen, Chrom, Quecksilber, Cadmium und anderen untersucht, um deren chemische Auswirkungen auf natürliche Kreisl?ufe zu erkennen und Ma?nahmen einzuleiten. Abw?sser und Emissionsquellen beispielsweise k?nnen die Umwelt mit  Schadstoffen belasten die komplexe Reaktionen eingehen, neue Spezies bilden und über die Nahrungskette ein potenzielles Risiko für Organismen darstellen. Aber auch natürliche Quellen k?nnen Ursache für Verunreinigungen in Wasser, Boden oder Luft sein. 

Speziationsanalytik in der Forschung

Da die Speziationsanalytik ein detaillierteres Verst?ndnis über natürliche Kreisl?ufe und Stoffwechselwege von Elementen und deren Spezies erm?glicht, ergeben sich daraus unz?hlige Forschungsfelder zur Wirkung von Elementspezies auf Organismen und einer zuverl?ssigen Risikobewertung hinsichtlich ihrer Toxizit?t. Zu nennen sind hier beispielsweise die Forschung zu Gadolinium-basierten Magnetresonanztomographie (MRI) –Kontrastmitteln oder die Untersuchung von Arsenspezies in marinen Organismen.

Die Anwendung von LC-und IC-ICP-MS zur Speziationsanalytik

Verschiedene Techniken erm?glichen die Trennung und den Nachweis von Elementspezies. Die Kopplung aus Flüssigchromatographie oder Ionenchromatographie zur Trennung der Spezies und induktiv gekoppelter Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) zur Detektion hat sich als nachweisstarke Technik etabliert. Dank ihrer Nachweisst?rke erm?glicht die ICP-MS die zuverl?ssige Bestimmung von Ultraspuren potentiell sch?dlicher Elementspezies in verschiedensten Anwendungsbereichen. 

Die Ger?te der PlasmaQuant MS-Serie bieten mit ihrer au?erordentlich hohen Empfindlichkeit neben der Routineanalytik im Rahmen der Produktqualit?ts- und Produktsicherheitskontrolle eine optimale L?sung für die Forschung. Mit der PQ LC-Serie für Flüssig- und Ionenchromatographie bietet Analytik Jena eine eigene L?sung für die LC-ICP-MS-Kopplung. Darüber hinaus sind die Ger?te der PlasmaQuant MS-Serie auch mit anderen HPLC-Systemen koppelbar und k?nnen in bestehende Laborlandschaften integriert werden.

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